…“Sexismus sollte einfach auch mal hingenommen und akzeptiert werden“…

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, das ist wohl der meist gehörte Satz in den harten Zeiten der Lehre im Tischlerei-Handwerk. Dass auch in der modernen Neuzeit das Handwerk in altbackenen Strukturen festhängt, ist kein Geheimnis. Wir reden von starken Hierarchien, niedrigen Ausbildungsgehältern und harten langen Arbeitstagen.

Aber für die Menschen, die auch nach den Lehrjahren nicht in die „Herrenjahre“ kommen, weil sie nunmal FLINTA* Personen sind, ist die Realität in der Ausbildung noch mal eine Andere. Vom klassischen „sexy Werkstattkalender“ über seuxalisierte Sprache bis zum klaren Statement für eine Frauenfreie Werkstatt haben wir Einiges erlebt.

Um nicht zu weit auszuschweifen haben wir uns auf diese „worst-of’s“ geeinigt:

Unser Ausbilder hält nicht viel von Frauen* im Handwerk. Das teilt er uns zumindest direkt zu Beginn der Ausbildung mit. Es fallen Sätze wie: „Sexismus sollte einfach auch mal hingenommen und akzeptiert werden“. Er bezieht sich dabei auf bereits vorgefallene Situationen mit weiblich gelesenen Auszubildenden, die sein Verhalten kritisiert haben oder auch schon Beschwerden bei der Leitung des Ausbildungsinstituts eingereicht hatten. Weitere Aussagen direkt am ersten Tag waren auch, dass Frauen* nicht schwer heben können und seiner Meinung nach keine Dämpfe von Lacken einatmen sollten, da sie ja Kinder kriegen. Warum wir nicht direkt am ersten Tag uns umgedreht haben und wieder gegangen sind, haben wir uns in den darauffolgenden Monaten immer mal wieder gefragt…

Durch eine negative Ersteinschätzung des Ausbilders folgte eine ähnliche Selbsteinschätzung, die das Arbeiten gerade zu Beginn extrem